Und plötzlich ist das Baby da – wie klappt das Kennenlernen zwischen Baby und Hund?

Und plötzlich ist das Baby da – wie klappt das Kennenlernen zwischen Baby und Hund?

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    Dass Haustiere gut für die kindliche Entwicklung sind, ist erwiesen. Doch wie ist es, wenn der Hund schon lange im Haus der King ist und nun das Baby einzieht? Wie kann der Hund sanft von seinem Thron geschubst werden, ohne dass er eifersüchtig wird und das Zusammenleben mit Baby und Hund gut funktioniert? Eigentlich ist das gar nicht so schwer. Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass es Situationen gibt, in denen man sich eingestehen muss, dass ein Zusammenleben nicht funktioniert. Dies ist zwar selten, kann aber durchaus vorkommen. Wie man am besten vorgeht, um das Baby in das Familienrudel zu integrieren, zeigen wir hier auf.

    Sanft den Hund vom Thron schubsen

    Geht es uns nicht allen so, dass unsere Fellnasen eigentlich mehr als genug dürfen und wir brav machen, was sie möchten? Die Vierbeiner dürfen ungefragt, auf die Couch und ins Bett, haben Unmengen an Spielzeug und werden mit Leckerchen belohnt – auch wenn sie gerade nichts gemacht haben. Die Aufmerksamkeit gehört ganz den Fellnasen und jedes Stupsen belohnen wir mit Aufmerksamkeit. Sind die Tiere krank, geht es uns auch nicht gut und wir bemuttern sie wie Glucken. Übernimmt dann noch die Tierkrankenversicherung Hund die Kosten, müssen wir uns auch hier keine Gedanken machen und können der Fellnase die gesamte Aufmerksamkeit schenken.

    Doch zieht erst einmal das Baby ins Haus ein, wird sich dies schlagartig ändern. Dass dies für den Hund nicht gut ist, liegt auf der Hand. Im schlimmsten Fall wird er die negative Veränderung mit dem Baby in Verbindung bringen, was dann natürlich nicht förderlich für eine Lebenslange Freundschaft ist. Deshalb ist es wichtig, dass schon im Vorfeld Grenzen gezogen werden. Insbesondere die ungeteilte Aufmerksamkeit sollte nach und nach reduziert werden. Die Hundehalter sollten jetzt zum Alphatier werden und dieses Privileg nicht mehr dem Hund überlassen.

    Spielzeug liegt nicht mehr überall herum, sondern wird eben nur noch, wenn diese wichtigen Ressourcen aktiv vom Hundehalter ausgeteilt werden. Auch Couch und Bett sollten nur noch dann zugänglich sein, wenn es ein Kommando gibt. Gleiches gilt auch für die Aufmerksamkeit. Es sollte nicht sofort reagiert werden, wenn der Hund etwas möchte. In kleinen Schritten kann so der Hund vom Thron geschubst werden, sodass er es erst gar nicht mit dem Einzug des Nachwuchses in Verbindung bringt.

    Fest Liegestellen für den Hund festlegen

    Auch dies ist ein wichtiger Punkt, dass es mit Baby und Hund im Haushalt klappt. Daher sollte diese Möglichkeit schon im Vorfeld organisiert werden. Denn wenn das Kind erst einmal krabbelt, ist es so viel einfach den Hund unter Kontrolle zu haben. Deshalb sollte es mehrere feste Liegenstellen für den Hund geben, dass er auf Kommando dorthin geht und auch bleibt.

    Natürlich sollte die Fellnase nach und nach an diese feste Liegestellen gewöhnt werden. Auch eine Hundebox, die beispielsweise aus Stoff ist, kann dazu genutzt werden. So sieht der Hund irgendwann einen willkommenen Rückzugort darin und kann bei Kinderbesuch gegebenenfalls eingesperrt werden, wenn das Besuchskind vielleicht Angst vor dem Hund hat. Allerdings ist es wichtig, dass sich die Fellnase auch richtig wohlfühlt in der Box und diese wirklich als gemütlichen Rückzugsort ansieht.

    Das Kinderzimmer sollte tabu sein

    Nicht nur Hunde benötigen einen Rückzugsort – auch Kinder. So wie der Hund seine Hundebox hat, benötigt das Kind einen Bereich, in dem es ungestört sein kann. Aus diesem Grund sollte das Kinderzimmer grundsätzlich tabu für den Vierbeiner sein. Denn so kann sich das Kind perfekt entfalten, Spielzeug auch mal auf dem Boden liegen lassen, ohne dass der Hund es frisst oder zerkaut. Wenn der Lieblingsteddy des Kindes dem Hund zum Opfer fällt, wird die Freundschaft zwischen den beiden maßgeblich darunter leiden und das wäre sehr schade.

    Stellen Sie dem Hund die neuen Gegenstände vor

    Auch die Fellnase muss sich an neue Dinge gewöhnen. Kinderwagen, Maxi-Cosi oder Kinderbett sind große Gegenstände, die einem Hund schnell Angst machen können. Daher sollte sich die Fellnase bereits im Vorfeld an die Dinge gewöhnen können. Zudem kann dem Hund schon jetzt verboten werden, in die Babytasche zu schnuppern, damit der neue Erdenbürger nicht bei seinem wohlverdienten Schlaf gestört wird. Wer bereits im Vorfeld, also bevor das Kind im Haus ist, dem Hund alles zeigt, vorstellt und auch klare Regel aufstellt, wird im Nachhinein feststellen, wie entspannt der Spaziergang sein wird. Denn Hunde, die plötzlich mit dem Kinderwagen konfrontiert werden, können, diesen schnell als Feind sehen und ein Spaziergang ist fast unmöglich.

    Mythen bei der Eingewöhnung von Hund und Kind

    Im Netz kursieren einige Mythen, um den Hund auf den neuen Erdenbürger vorzubereiten. Dazu zählt auch, eine Windel aus dem Krankenhaus in das Körbchen des Hundes zu legen. Absoluter Blödsinn. Denn zum einen kann der Hund denken, dass dies „seins“ ist. Es liegt ja schließlich in seinem Körbchen. Zum anderen aber kann der Hund schon im Vorfeld eine Abneigung gegen das Neugeborene entwickeln, da die Windel ja sein Körbchen markiert hat.

    Auch das sofortige Präsentieren des Kindes ist nicht unbedingt nötig. Denn auch bei einem Welpenwurf im Rudel lässt die Mutter die Rudelkolleginnen nicht an den Nachwuchs heran. Daher sollte der Vierbeiner, auch wenn er sehr neugierig ist, weggeschickt werden. Sobald sich alles etwas normalisiert hat, darf der Hund auch am Baby schnuppern – zumindest an den Beinen. Der Kopf ist tabu, da dies nicht hygienisch ist.

    In der Regel gibt es keine Probleme mit der Eingewöhnung von Kind und Hund. Allerdings sollte dem Vierbeiner von Anfang an klargemacht werden, dass nur die Menschenfamilie für die Erziehung des Kindes zuständig ist. Hat die Fellnase das Gefühl, dass er auch dafür zuständig ist, kann es dazu kommen, dass er das Kind im Krabbelalter erzieherisch maßregelt. Dies kann tatsächlich ernsthafte Folgen haben und ist daher nicht empfehlenswert.

    Allerdings sollte man sich auch eingestehen, wenn die Zusammenführung von Kind und Hund nicht funktioniert. Die Sicherheit des Kindes geht natürlich vor und kommen der Hund nicht mit dem Kind klar, muss eine andere Möglichkeit gesucht werden. Wer jedoch die Tipps beherzigt, wird kaum Probleme haben.

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