Erziehung: Hunde in der Pubertät

Erziehung: Hunde in der Pubertät

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    Vielleicht kennen Sie diesen Gedankengang oder Ausruf: „Hilfe, mein Hund ist in der Pubertät!“ Gemeint ist die Zeit, wenn verspielte Welpen plötzlich zu aufmüpfigen Flegeln werden und alles bis dahin Erlernte der Erziehung vergessen scheint. Verfallen Sie nicht in Panik, denn dies ist ein völlig normaler Entwicklungsvorgang, so ähnlich wie ihn auch Menschenkinder durchleben. Hier erläutern wir Ihnen die verschiedenen Entwicklungsstufen von Hunden in der Pubertät und geben Ihnen einige hilfreiche Erziehungstipps zur Unterstützung.

    Phasen von Hunden vor und in der Pubertät

    Es ist wichtig zu unterscheiden: Hunde machen mehrere Phasen in ihrer Entwicklung durch und eine davon ist die Pubertät. Im Gesamten werden die Entwicklungsphasen als Adoleszenz bezeichnet, was aus dem Lateinischen übersetzt ‚heranwachsen‘ bedeutet.

    Sobald Welpen ihren Zahnwechsel abgeschlossen und ihr Flauschfell abgelegt haben, werden sie als Junghund eingestuft und es beginnt der fließende Übergang in die juvenile Phase. Juvenil bezeichnet das Entwicklungsstadium vor der Geschlechtsreife. Erst infolge der darauf eintretenden Pubertät werden Hunde geschlechtsreif, was aber nicht heißt, dass die Erwachsenenreife bereits voll ausgebildet ist und es dann keiner Erziehung mehr bedarf. Das Gegenteil ist der Fall!

    Dies gilt auch für die Zeit davor. Denn: Schon vor dem Eintritt der Pubertät – bis ungefähr zum vierten Lebensmonat – durchleben Welpen prägende Lebensphasen, wo sie schon zum kleinen Trotzkopf werden können. Etwa ab dem sechsten Monat tritt die Pubertät ein und die kleinen Wollknäuel zeigen dominantes, störrisches, rüpelhaftes und risikoreiches Verhalten. Kein Wunder, der Hormonhaushalt der heranwachsenden Hunde beginnt Purzelbäume zu schlagen und die absolute Flegelphase nimmt ihren Anfang.

    Das Abklingen und Ende der pubertären Phase ist bei jeder Hunderasse unterschiedlich und erfolgt meistens im Zeitraum vom 24. bis zum 36. Lebensmonat. Manche Fellnasen sind Spätzünder und benötigen sogar noch länger, was bei Rüden nicht selten vorkommt. Nach Abschluss der Pubertät sind Hunde ausgewachsen und geschlechtsreif.

    Tipps zur Erziehung von Hunden vor und in der Pubertät

    Verzweifeln Sie nicht, wenn Ihr Hund ungezogen ist und in die Pubertät kommt. Auch wenn Ihr Welpe gerade eben noch spielerisch mit Ihnen geschmust hat und auf einmal energisch seine Grenzen austestet und Ihre Autorität infrage stellt. Es ist eine prägende und naturgegebene Entwicklungsphase, die Sie durch Erziehung und Training meistern können. Allerdings sollten Sie in dieser Reifezeit, in welcher Ihr Vierbeiner seine eigene Persönlichkeit entwickelt, stets die Nerven und die Oberhand behalten. Sonst tanzt er Ihnen schnell auf dem Kopf herum. Zudem sich in der Prägezeit eingeschlichene Verhaltensweisen später nur schwer wieder abgewöhnen lassen.

    Hier ein kleiner Ratgeber zur Erziehung von Hunden vor und in der Pubertät:

    • bewahren Sie sich Verständnis und Akzeptanz für die Entwicklungsstufen Ihres Tieres
    • bleiben Sie ruhig, gelassen und vor allem konsequent in der Erziehung
    • machen Sie immer wieder die Rangordnung deutlich (Sie sind das Alphatier!)
    • motivieren Sie Ihren Hund und loben Sie ihn bei Wohlverhalten
    • bieten Sie ihm verlässlichen Schutz (zum Beispiel beim Gassigehen gegenüber anderen Hunden)
    • besuchen Sie eine Welpenschule bzw. Hundeschule zwecks Sozialisierung

     

    Hunde können sich auch gegenseitig erziehen und sozialisieren, so wie es in einem Hunderudel ebenfalls geschieht. Um kein Risiko einzugehen, sollten Sie dies ihrem pubertären Hund nur unter Anleitung oder Beobachtung erlauben. Möglichkeiten hierfür bieten Hundeschulen oder gemeinsame Gassirunden. Letzteres empfiehlt sich natürlich nur, sofern Ihre Fellnase kein aggressives Verhalten an den Tag legt.

    Bei individuellen Fragen zur Erziehung von Hunden in der Pubertät stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung!

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