Informationen zum Mantrailing für Hunde

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    Mantrailing ist sehr viel mehr als ein Hundesport. Nach entsprechender Ausbildung sind Hunde mit ihren Supernasen als Personenspürhunde tätig. Die sogenannten Mantrailer kommen bei einer offiziellen Personensuche zum Einsatz. Doch auch im privaten Bereich profitieren Mensch und Hund von diesem Training. Hier erfahren Sie mehr über Mantrailing für Hunde und bekommen Tipps, wie Sie es mit Ihrem Vierbeiner angehen können.

    Vielfältige Vorteile durch Personenspürhunde

    Vorweg sei gesagt: Personenspürhunde unterscheiden sich erheblich von anderen Spürhunden oder Fährtenhunden. Der Unterschied besteht darin, dass sich Mantrailer auf den Individualgeruch gesuchter Personen konzentrieren und diesen von anderen Gerüchen zuverlässig differenzieren und erschnüffeln können. Wohingegen sich andere Suchhunde an Bodenmarken orientieren, die Gesuchte hinterlassen. Ist jedoch keine Spur vorhanden, wird die Suche schwierig.

    Mantrailing stammt aus den USA und die Benennung verrät, worum es geht: ‚trail‘ bedeutet übersetzt ‚aufspüren‚. Demnach folgen ausgebildete Hunde der Duftspur einer vermissten Person, um diese zu finden – wenn es sein muss, auch kilometerweit. Mantrailing ist Hochleistungssport von fellnasigen Spezialisten! Hundenasen haben einen ausgezeichneten Geruchssinn, der dem des Menschen weit voraus ist. Sie haben bis zu 300 Millionen Riechzellen und ordnen Geruchsbilder so exakt zu, wie wir es mit Fingerabdrücken oder DNA-Abgleichen tun.

    In Deutschland arbeiten immer mehr Rettungsdienste und Polizeikräfte mit speziell ausgebildeten Personenspürhunden bei der Vermisstensuche. Sie ergänzen die wertvolle Arbeit der Flächensuchhunde. Und auch bei privaten Hundehaltern erfreut sich Mantrailing wachsender Beliebtheit. Das kommt nicht von ungefähr.

    Denn Personenspürhunde und ihre Hundeführer erfahren diese Vorteile:

    • Auslastung, Forderung und Förderung auf natürliche Art und Weise
    • Training der Fitness und Konzentrationsfähigkeit von Mensch und Hund
    • Freizeitaktivität mit hohem Spaßfaktor und sinnvollem Nutzen bei Bedarf
    • gutes Ersatzspiel für jagdfreudige Hunde

     

    Die Haltbarkeit von Duftspuren ist von diversen Faktoren abhängig, wie etwa der Witterung und der Art der Hinterlassenschaft (Hautzellen, Blut, Schweiß, Körperfette etc.). Experten sprechen davon, dass Personenspürhunde sogar Spuren erschnüffeln können, die Monate alt sind.

    Erste Schritte zum Mantrailing

    Ob kleine oder große Hunde: Im Prinzip ist jede Hunderasse und jeder Mischling für das Mantrailing geeignet. Im Vordergrund sollte der Spaß stehen, den Hundehalter und vor allem der Hund daran haben! Wichtig ist auch, dass Sie Ihren Vierbeiner beim Trailen nie überfordern und zudem immer entsprechende Ruhepausen einplanen. Sonst kommt Frust auf und das Tier verliert das Vergnügen daran. So begeistert Ihre Fellnase bei der Sache ist, sollten Sie niemals vergessen, dass Personenspürhunde anstrengenden Hochleistungssport leisten! Das Herz-Kreislauf-System sowie beide Gehirnhälften laufen dabei auf Hochtouren!

    Wenn Sie mit Mantrailing beginnen möchten, empfiehlt es sich, ein entsprechendes Seminar in einer guten Hundeschule mit erfahrenem Trainer zu besuchen. Doch Sie können auch vorher schon einige Basics einstudieren, um Ihren Liebling vorzubereiten und den Spaßfaktor zu testen.

    Hier einige Tipps für den Anfang:

    • bereiten Sie etwa sechs Duftproben vor (getragene Kleidungsstücke einer Person)
    • stecken Sie drei Proben in einen verschließbaren Plastikbeutel
    • lassen Sie die Suchperson eine Kurzstrecke von anfangs 10 bis 15 Metern gehen
    • legen Sie drei Proben auf dieser Strecke aus
    • lassen Sie Ihren Hund an den Beutelduftproben schnüffeln
    • geben Sie den Suchauftrag mit klaren Kommandos
    • steigern Sie die Strecke langsam bei Erfolgen und verringern Sie die Geruchsproben

     

    Selbstverständlich ist das Loben und Belohnen bei Sucherfolgen ganz wichtig!

    Es ist ratsam, Schleppleinen für das Mantrailing einzusetzen, die dem Hund viel Bewegungsfreiheit einräumen.

    Wir wünschen Ihnen ganz viel Spaß bei der Ausbildung Ihrer Fellnase zum Personenspürhund!

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